Ein spannendes Projekt, welches auch meine Motivation „on location“ zu arbeiten und neue Dinge auszuprobieren unterstützt, habe ich kürzlich mit einem Fesselkünstler gemeinsam gehabt. Der inzwischen in der Szene sehr bekannte Künstler RopEmotion hatte angefragt, ob ich seine Modelle ins rechte Licht setzen könnte.

Als Location diente ein Steinbruch im Wald und neben seinen Seilen hatte er seine Bunnys (so nennen sich die Modelle für Shibari/Bondage) „im Gepäck“. Diese wurden dann mit den Seilen kunstvoll drapiert, fixiert, aufgehängt, angebunden und in Szene gesetzt.

Faszinierend dabei die (sichere) Hängung eines Bunnys an einer Steilwand des Steinbruchs, welches frei schwebend in fast schon schwindelerregender Höhe hing oder die Kunst ein Bunny mit Seilen modisch anzuziehen – im wahrsten Sinne des Wortes: Mode, die fesselt

Die Herausforderung war, dass natürlich die Fesslung selbst eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Diese konnte ich jedoch gut nutzen, um mich auf und meine Ausrüstung auf die Fotos vorzubereiten. Denn die zweite Herausforderung ist, dass sich die Modelle nicht mehr bewegen können, also Posen im klassischen Sinne nicht möglich sind. Und die dritte Herausforderung ist, dass die Bunnys nicht sehr lange so fixiert bleiben können. Es blieb also nur wenig Zeit, um die Bilder zu machen und da die Damen ihre Position nicht ändern konnten, war es mein Job um sie herumzuwirbeln und die richtigen Winkel und Posen zu finden.

Also viele große Herausforderungen, ein spannendes Projekt mit ungewöhnlichen Motiven, eine wunderbare Location und ein fantastischer Rigger (Fesselkünstler) mit seinen Bunnys. Ein rundum gelungener kreativer Tag.